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Einzelhandel & Filiale

Sales Consultant / Account Manager

Sales Consultants und Account Manager im Einzelhandel beraten Kunden am Point of Sale, verkaufen erklärungsbedürftige Produkte und betreuen wiederkehrende Kundenkontakte, oft mit eigenem Umsatzziel. Die Rolle arbeitet überwiegend nach innen, also im Laden oder Studio, und verbindet Beratung mit aktivem Abschluss.

3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Sales Consultant / Account Manager verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.300 € 2.700 € 3.200 € 32.400 €
Mit Berufserfahrung 2.800 € 3.300 € 4.000 € 39.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.400 € 4.200 € 5.500 € 50.400 €

Die Werte gehen von üblicher, nicht voller Zielerreichung aus; der feste Anteil liegt im Beratungsverkauf meist zwischen 75 und 90 Prozent, in Mobilfunk- und Energieshops teils nur bei 60 bis 70 Prozent. Tarifgebundene Häuser zahlen nach dem Gehaltstarifvertrag Einzelhandel des jeweiligen Bundeslandes, was die Spanne deutlich verengt; außerhalb der Tarifbindung entscheiden Warengruppe, Bonwert und Standort.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Sales Consultant im Einzelhandel?

Die Arbeit beginnt dort, wo klassischer Verkauf aufhört: bei Produkten, die man erklären muss. Mobilfunkverträge, Küchen, Möbel, Brillen, Fahrräder, Hörgeräte, Energie- oder Finanzprodukte in der Filiale. Der Sales Consultant nimmt den Bedarf auf, konfiguriert oder plant das Produkt, erstellt ein Angebot und führt das Gespräch bis zur Unterschrift. Bei größeren Anschaffungen zieht sich das über mehrere Termine, dazwischen liegen Rückrufe, Nachfassmails und Terminvereinbarungen.

Als Account Manager kommt die Betreuung fester Kundenkonten dazu, etwa Gewerbekunden, die aus dem Filialgebiet heraus beliefert werden, oder Bestandskunden mit Vertragsverlängerung. Dann geht es um Wiederkauf, Zusatzverkauf und darum, Abwanderung rechtzeitig zu bemerken. Nebenher laufen Kassiervorgänge, Reklamationen, Warenpflege, Terminplanung und die Pflege der Kundendaten im CRM. In fast allen Häusern werden Abschlussquote, Umsatz pro Kunde und Zusatzverkäufe wöchentlich ausgewertet.

Wie wird man Sales Consultant?

Der übliche Weg führt über eine Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel oder zum Verkäufer, in Fachbereichen auch über eine Ausbildung im jeweiligen Handwerk oder Fach, etwa Augenoptik oder Tischlerei. Viele Arbeitgeber stellen aber ohne einschlägigen Abschluss ein und setzen auf eine mehrwöchige Produktschulung mit anschließender Einarbeitung auf der Fläche. Quereinsteiger aus Gastronomie, Hotellerie, Pflege oder Handwerk sind in diesem Feld verbreitet, weil Kundenkontakt und Belastbarkeit schwerer wiegen als Zeugnisse. Wer beraten und nicht nur kassieren will, braucht Produktwissen, das in den ersten Monaten hart erarbeitet wird. Für Fach- und Führungsrollen gibt es die Weiterbildung zum Handelsfachwirt oder ein Studium im Handelsmanagement, beides oft berufsbegleitend.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeitszeit richtet sich nach den Öffnungszeiten. Samstage sind Regelarbeitstage, in Centern und Möbelhäusern liegt der stärkste Umsatz genau dort. Spätdienste bis in den Abend, verkaufsoffene Sonntage und lange Zeiten im Stehen gehören dazu. Der Zieldruck ist spürbar: Wer die Quote über Monate verfehlt, bekommt das im Gespräch mit der Bereichsleitung zu hören. Dazu kommen Kunden, die nach zwei Stunden Beratung ohne Abschluss gehen, Reklamationen, die man nicht verursacht hat, und Personalengpässe, die auf der Fläche sofort auffallen. Die Fluktuation ist in diesem Segment hoch, besonders in den ersten zwölf Monaten. Wer bleibt, braucht die Fähigkeit, nach einem schwachen Tag am nächsten Morgen wieder freundlich zuzuhören.

Aussichten

Die Nachfrage bleibt stabil, weil Beratung genau der Teil des Handels ist, den der Onlinehandel nur begrenzt ersetzt. Gesucht werden vor allem Fachberater in Bereichen mit hoher Erklärungsnotwendigkeit und Personal, das Filialen abends und samstags trägt. Entwicklungswege führen zum stellvertretenden Filialleiter und zur Filialleitung, in größeren Häusern zur Abteilungs- oder Bereichsleitung. Wer den Weg nach draußen sucht, wechselt in den Außendienst des Lieferanten, ins Key Account Management für Handelsketten oder in den B2B-Vertrieb; Produktkenntnis und Abschlusserfahrung aus der Fläche gelten dort als brauchbare Referenz.

Aufgaben

  • Bedarf im Beratungsgespräch aufnehmen und Produkte konfigurieren
  • Angebote erstellen, nachfassen und Verträge abschließen
  • Bestandskunden bei Verlängerung, Wiederkauf und Zusatzverkauf betreuen
  • Kundendaten und Kontakthistorie im CRM pflegen
  • Reklamationen und Serviceanliegen bearbeiten
  • Umsatz-, Abschluss- und Zusatzverkaufsziele verfolgen und dokumentieren
  • Warenpräsentation, Musterflächen und Aktionsware betreuen
  • An Produktschulungen teilnehmen und Sortimentswissen aktuell halten

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene kaufmännische Ausbildung oder einschlägige Verkaufserfahrung, in vielen Häusern auch Quereinstieg möglich
  • Sicheres Deutsch in Wort und Schrift, Gesprächsführung bis zum Abschluss
  • Bereitschaft zu Samstagsarbeit, Spätdiensten und verkaufsoffenen Sonntagen
  • Belastbarkeit bei Zielvorgaben und langen Zeiten im Stehen
  • Sorgfalt bei Angeboten, Verträgen und Datenpflege
  • Grundlegende IT-Kenntnisse für Kassen-, Warenwirtschafts- und CRM-Systeme

Wo man arbeitet

  • Filialen von Handelsketten und Fachmärkten
  • Möbel-, Küchen- und Einrichtungshäuser
  • Shops für Mobilfunk, Energie und Elektronik
  • Fachgeschäfte für Optik, Akustik, Sport oder Zweiräder
  • Flagship Stores und Verkaufsstudios der Hersteller

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die dreijährige duale Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel oder die zweijährige zum Verkäufer, jeweils mit IHK-Abschluss. Viele Arbeitgeber stellen auch ohne diesen Abschluss ein und schulen vier bis zwölf Wochen auf Produkt und Verkaufsprozess. Aufbauend führt die Weiterbildung zum Handelsfachwirt in Fach- und Führungsaufgaben.

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