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Vertrieb & Verkauf allgemein

Sales & Kommunikation

Sales & Kommunikation verbindet den Verkauf mit der Außendarstellung: Kunden gewinnen und betreuen, gleichzeitig Angebote, Präsentationen, Newsletter und Social-Media-Inhalte erstellen. Die Rolle arbeitet meist im Innendienst mit Kundenkontakt und ist typisch für kleine und mittlere Unternehmen.

9 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Sales & Kommunikation verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.600 € 3.100 € 3.600 € 37.200 €
Mit Berufserfahrung 3.300 € 3.900 € 4.600 € 46.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 4.000 € 4.800 € 6.000 € 57.600 €

Die Werte gelten für übliche, nicht für volle Zielerreichung; der feste Anteil liegt in dieser Rolle meist bei 85 bis 100 Prozent, ein variabler Bonus von einem bis zwei Monatsgehältern ist verbreitet, reine Provisionsmodelle sind unüblich. Am stärksten wirken Branche und Betriebsgröße: Software- und Technologieanbieter zahlen deutlich über Agenturen, Verlagen und kleinen Dienstleistern; ein Tarifvertrag greift nur in Einzelfällen, etwa bei Anlehnung an den Tarif der Metall- und Elektroindustrie.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht eine Fachkraft für Sales & Kommunikation?

Die Rolle sitzt zwischen Vertrieb und Marketing. Ein Teil der Arbeitszeit geht in den Verkauf: Anfragen aus dem Web, per Telefon oder von Messen aufnehmen, qualifizieren, Angebote schreiben, nachfassen, Aufträge abschließen und Bestandskunden weiterentwickeln. Der andere Teil ist Kommunikation: Verkaufsunterlagen und Präsentationen erstellen, Produkttexte formulieren, Newsletter versenden, LinkedIn- und Instagram-Beiträge planen, Messeauftritte vorbereiten, Pressemeldungen abstimmen und die Website aktuell halten.

Der Kundenkontakt läuft überwiegend aus dem Büro heraus, per Telefon, Mail und Videocall. Termine beim Kunden, Messen und Branchenveranstaltungen kommen dazu, meist einige Tage im Monat. Neukundengewinnung und Bestandsbetreuung liegen in derselben Hand, Führungsverantwortung gehört in der Regel nicht dazu. Wer die Aufgabe in einem kleinen Unternehmen ausübt, verantwortet Vertrieb und Außendarstellung oft alleine und berichtet direkt an die Geschäftsführung. In größeren Häusern ist die Rolle enger geschnitten und arbeitet mit Marketing, Produktmanagement und Außendienst zusammen.

Wie wird man Fachkraft für Sales & Kommunikation?

Es gibt keinen geschützten Ausbildungsweg. Häufig kommen die Stelleninhaber über eine kaufmännische Ausbildung, etwa Kaufmann für Büromanagement, Industriekaufmann, Kaufmann für Marketingkommunikation oder Kaufmann im Groß- und Außenhandelsmanagement. Ebenso verbreitet sind Bachelorabschlüsse in Betriebswirtschaft, Marketing, Kommunikations- oder Medienwissenschaft. Der Quereinstieg funktioniert, wenn Verkaufserfahrung und Schreibsicherheit zusammenkommen: aus dem Einzelhandel, aus der Hotellerie, aus Agenturen oder aus dem Kundenservice.

Entscheidend ist die Kombination. Wer verkaufen kann, aber keinen brauchbaren Text zustande bringt, füllt die Rolle nur halb aus. Umgekehrt scheitern Bewerber mit Agenturhintergrund häufig daran, dass sie den Abschluss nicht suchen. Sicherheit im CRM, in Office und in gängigen Tools für Newsletter, Bildbearbeitung und Content-Planung wird meist erwartet, ebenso gutes Englisch.

Was der Beruf verlangt

Die Doppelrolle ist der Reiz und die Belastung. Vertrieb hat Termine, Kommunikation hat Deadlines, und beides kollidiert regelmäßig. Wer nicht klar priorisiert, arbeitet das Dringende ab und lässt die langfristigen Themen liegen. Umsatzziele gehören in vielen Fällen dazu, oft mit einem variablen Gehaltsanteil, wobei der Beitrag zum Abschluss schwer messbar bleibt, wenn zusätzlich Marketingaufgaben anfallen.

Dazu kommen Kaltakquise und Nachfassanrufe, die vielen unangenehm sind, sowie Messe- und Eventtage, die abends und gelegentlich am Wochenende liegen. Die Aufgabenbeschreibung ist in kleinen Betrieben oft unscharf, das Aufgabenpaket wächst mit der Zeit. Wer eine klar abgegrenzte Rolle sucht, ist hier falsch.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil, besonders im Mittelstand, bei Herstellern mit erklärungsbedürftigen Produkten und in Dienstleistungsunternehmen, die ohne eigene Marketingabteilung arbeiten. Von dort führen zwei Wege weiter: die Spezialisierung in den Vertrieb, etwa als Account Manager, Key Account Manager oder in den Außendienst, oder die Bewegung in Richtung Marketing- und Kommunikationsleitung. Wer die Verbindung beider Felder beherrscht, wird zunehmend für Aufgaben im Sales Enablement, in der Leadgenerierung und im digitalen Vertrieb gesucht.

Aufgaben

  • Anfragen qualifizieren, Angebote erstellen und nachfassen
  • Neukunden telefonisch und per Mail ansprechen
  • Bestandskunden betreuen und Zusatzbedarf erkennen
  • Verkaufsunterlagen, Präsentationen und Produkttexte erstellen
  • Newsletter, Website-Inhalte und Social-Media-Beiträge planen und veröffentlichen
  • Messeauftritte und Kundenveranstaltungen vorbereiten und begleiten
  • Kundendaten und Vertriebsaktivitäten im CRM pflegen
  • Kennzahlen zu Leads, Abschlüssen und Kampagnen auswerten

Voraussetzungen

  • Kaufmännische Ausbildung oder Studium in BWL, Marketing oder Kommunikation
  • Sicheres Auftreten am Telefon und Bereitschaft zur Akquise
  • Sehr gute schriftliche Ausdrucksfähigkeit auf Deutsch
  • Routine in Office, CRM-Systemen und Tools für Newsletter und Social Media
  • Gutes Englisch für Kundenkontakt und Materialien
  • Organisationsfähigkeit, um Vertriebstermine und Redaktionsfristen zu koordinieren
  • Reisebereitschaft für Messen und Kundenbesuche, meist einige Tage im Monat

Wo man arbeitet

  • Mittelständische Hersteller und Zulieferer
  • Dienstleistungs- und Beratungsunternehmen
  • Software- und Technologieanbieter
  • Agenturen und Verlage
  • Handelsunternehmen und Großhandel

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine dreijährige kaufmännische Ausbildung, etwa als Kaufmann für Marketingkommunikation oder Kaufmann für Büromanagement, oder ein Bachelorstudium in Betriebswirtschaft, Marketing oder Kommunikation über sechs bis sieben Semester. Quereinsteiger mit Verkaufserfahrung und nachweisbarer Schreibsicherheit werden ebenfalls eingestellt, häufig mit einer Einarbeitung von drei bis sechs Monaten. Weiterbildungen zum Fachwirt für Marketing oder zertifizierte Kurse in Online-Marketing und Vertrieb ergänzen den Weg.

Offene Stellen als Sales & Kommunikation

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