Sales Development Representative
Sales Development Representative (SDR) sprechen potenzielle Kunden aktiv an, qualifizieren Interesse und übergeben belastbare Termine an den Vertrieb. Die Rolle arbeitet vom Innendienst aus, ausschließlich an Neukunden und ohne Abschlussverantwortung.
11 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Sales Development Representative verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.800 € | 3.300 € | 3.900 € | 39.600 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.400 € | 4.000 € | 4.800 € | 48.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 4.200 € | 5.000 € | 6.200 € | 60.000 € |
Angegeben ist das Gesamtgehalt bei üblicher, nicht bei voller Zielerreichung. Der feste Anteil liegt bei SDR-Rollen meist zwischen 70 und 80 Prozent, der variable Teil hängt an Terminzahlen und akzeptierten Leads. Ein Tarifvertrag greift in der Regel nicht; Softwareunternehmen und internationale Anbieter zahlen deutlich über dem Niveau kleinerer Mittelständler.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Sales Development Representative?
Der SDR steht am Anfang des Vertriebsprozesses. Seine Aufgabe ist nicht der Abschluss, sondern der erste qualifizierte Kontakt. Er recherchiert Unternehmen, die zum Zielkundenprofil passen, findet die richtige Ansprechperson und spricht sie an: per Telefon, per E-Mail, über LinkedIn, oft in mehrstufigen Kontaktsequenzen über mehrere Wochen. Ziel ist ein Erstgespräch, das ein Account Executive oder Außendienstmitarbeiter übernimmt.
Ein zweiter Teil der Arbeit ist die Bearbeitung eingehender Anfragen: Wer ein Whitepaper heruntergeladen oder ein Webinar besucht hat, wird kontaktiert und darauf geprüft, ob überhaupt Bedarf, Budget und Entscheidungsbefugnis vorhanden sind. Nur was diese Prüfung besteht, geht weiter. Alles wird im CRM dokumentiert, sauber und zeitnah, weil die nachgelagerten Kollegen darauf aufsetzen.
Der Alltag ist stark getaktet: Blöcke für Telefonie, Blöcke für Recherche und Sequenzpflege, tägliche oder wöchentliche Abstimmung mit dem Sales-Team, dazu Auswertungen über Kontaktversuche, Gesprächsquoten und übergebene Termine. Fast immer wird vom Büro oder aus dem Homeoffice gearbeitet, Reisetätigkeit gibt es kaum.
Wie wird man Sales Development Representative?
Es gibt keinen geschützten Ausbildungsweg. Verbreitet sind kaufmännische Ausbildungen, etwa Kaufmann für Büromanagement oder Groß- und Außenhandelsmanagement, ebenso Bachelorabschlüsse in Betriebswirtschaft, Kommunikation oder Wirtschaftsinformatik. Viele Softwareunternehmen setzen den SDR-Job bewusst als Einstiegsposition ein und schulen intern über mehrere Wochen: Produktwissen, Gesprächsleitfäden, Einwandbehandlung, CRM- und Sequenz-Tools.
Der Quereinstieg ist in diesem Beruf realistischer als in den meisten anderen Vertriebsrollen. Wer aus Einzelhandel, Gastronomie, Callcenter oder Kundenservice kommt und am Telefon sicher ist, wird häufig genommen. Entscheidend sind Sprechfähigkeit, Struktur und die Bereitschaft, Ablehnung als Normalfall zu behandeln.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit ist repetitiv und messbar. Kontaktversuche, Gespräche und übergebene Termine werden gezählt, oft täglich sichtbar auf einem Dashboard. Wer die Zahlen mehrere Monate verfehlt, bleibt selten. Der Anteil an Absagen ist hoch: Von hundert Ansprachen führt häufig nur eine niedrige einstellige Zahl zu einem Termin. Das auszuhalten, ohne den Ton zu verlieren, ist die eigentliche Anforderung.
Dazu kommt, dass der SDR den Erfolg selten selbst erlebt. Den Abschluss macht ein anderer, die Anerkennung verteilt sich entsprechend. Die Fluktuation in SDR-Teams ist hoch, Verweildauern von zwölf bis achtzehn Monaten sind üblich. Die Arbeitszeiten sind dafür regelmäßig, Wochenendarbeit ist unüblich, Reisetage gibt es fast nicht. Englisch wird in international ausgerichteten Teams vorausgesetzt.
Aussichten
Die Nachfrage ist stabil, getragen vom Softwaresektor, von Industriedienstleistern und zunehmend auch von mittelständischen Herstellern, die ihre Neukundengewinnung professionalisieren. Automatisierung und KI-gestützte Recherche verändern die Arbeit, ersetzen aber das qualifizierende Gespräch bislang nicht.
Der übliche Entwicklungsweg führt nach ein bis zwei Jahren zum Account Executive mit eigener Abschlussverantwortung, alternativ in das Key-Account-Management oder in den Außendienst. Wer bleibt, kann Team Lead SDR werden oder in Sales Operations wechseln, wo Prozesse, Tools und Kennzahlen verantwortet werden. Der SDR-Job ist damit weniger Endstation als Eintrittskarte.
Aufgaben
- Zielkunden recherchieren und Ansprechpartner identifizieren
- Kalt- und Warmkontakte per Telefon, E-Mail und LinkedIn ansprechen
- Mehrstufige Kontaktsequenzen aufbauen und nachhalten
- Eingehende Anfragen aus Marketing-Kampagnen qualifizieren
- Bedarf, Budget und Entscheidungsbefugnis im Erstgespräch prüfen
- Qualifizierte Termine an Account Executives übergeben
- Alle Aktivitäten im CRM dokumentieren und Datenqualität sichern
- Kontaktquoten und Terminzahlen auswerten und berichten
Voraussetzungen
- Kaufmännische Ausbildung oder Studium, häufig auch Quereinstieg möglich
- Sichere und verständliche Ausdrucksweise am Telefon
- Belastbarkeit gegenüber häufiger Ablehnung
- Strukturierte, selbstdisziplinierte Arbeitsweise bei repetitiven Aufgaben
- Sicherer Umgang mit CRM-Systemen und Recherche-Tools
- Englischkenntnisse in international arbeitenden Teams
Wo man arbeitet
- Softwareunternehmen und SaaS-Anbieter
- Vertriebsabteilungen von Industrie- und Dienstleistungsunternehmen
- Spezialisierte Lead-Generierungs- und Vertriebsdienstleister
- Start-ups mit eigenem Inside-Sales-Team
- Homeoffice mit regelmäßigen Bürotagen
Der Weg in den Beruf
Ein geregelter Ausbildungsberuf existiert nicht. Üblich ist eine kaufmännische Ausbildung von drei Jahren oder ein Bachelorstudium, gefolgt von einer mehrwöchigen internen Einarbeitung mit Produkt- und Gesprächstraining. Quereinsteiger mit Telefon- oder Verkaufserfahrung werden häufig direkt eingestellt und intern qualifiziert.
Offene Stellen als Sales Development Representative
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