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Außendienst

Sales Manager im Direktvertrieb Außendienst

Sales Manager im Direktvertrieb besuchen Kunden ohne Zwischenhandel direkt vor Ort, gewinnen neue Abnehmer und schließen Verträge selbst ab. Die Rolle arbeitet nach außen, meist mit hohem Neukundenanteil und einem großen variablen Gehaltsanteil.

6 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Sales Manager im Direktvertrieb Außendienst verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.200 € 2.900 € 3.800 € 34.800 €
Mit Berufserfahrung 3.000 € 4.200 € 6.000 € 50.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 4.000 € 5.800 € 9.000 € 69.600 €

Die Werte sind Gesamtgehälter bei üblicher, nicht bei voller Zielerreichung. Im Direktvertrieb liegt der feste Anteil oft nur bei 30 bis 50 Prozent, bei Handelsvertretern nach Paragraf 84 HGB entfällt er ganz und das Einkommen besteht vollständig aus Provision samt Stornohaftung. Entscheidend sind Produkt, Provisionssatz, Qualität der Leads und die Stornoquote; ein Tarifvertrag besteht in diesem Feld praktisch nicht.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Sales Manager im Direktvertrieb Außendienst?

Direktvertrieb bedeutet: kein Handelspartner, kein Katalog dazwischen. Der Vertrieb spricht den Kunden selbst an, zeigt das Produkt und schließt den Vertrag am Küchentisch, im Büro des Handwerksbetriebs oder in der Filiale des Gewerbekunden ab. Typische Felder sind Energie- und Telekommunikationstarife, Photovoltaik, Bauelemente, Haushalts- und Medizinprodukte, Versicherungs- und Finanzprodukte sowie Werbe- und Softwarelösungen für kleine Gewerbetreibende.

Der Arbeitstag beginnt meist mit der Tourenplanung: Adressen aus Kampagnen, Empfehlungen und Wiedervorlagen werden zu einer sinnvollen Route sortiert. Dann folgen Termine, bei Endkundengeschäften oft am späten Nachmittag und Abend, bei Gewerbekunden während der Geschäftszeiten. Im Gespräch wird der Bedarf geklärt, das Produkt demonstriert, gerechnet und um den Abschluss gebeten. Danach kommen Vertragsdaten ins CRM, Widerrufsfristen und Nachfassanrufe werden dokumentiert. Wer im Direktvertrieb länger dabei ist, baut sich einen Empfehlungskreis auf und lebt weniger von Kaltansprache. Manche Rollen umfassen zusätzlich die Einarbeitung neuer Kollegen im Tandem oder die Leitung eines kleinen Teams.

Wie wird man Sales Manager im Direktvertrieb Außendienst?

Es gibt keinen vorgeschriebenen Ausbildungsweg. Verbreitet ist eine kaufmännische Ausbildung, etwa Kaufmann im Einzelhandel oder Groß- und Außenhandelsmanagement, ebenso häufig ist der Quereinstieg aus Handwerk, Gastronomie, Pflege oder Callcenter. Fachwissen zählt weniger als die Fähigkeit, fremde Menschen anzusprechen und Absagen wegzustecken. Die Einarbeitung findet im Betrieb statt: Produktschulung, Verkaufsleitfaden, mehrere Wochen Mitfahren mit einem erfahrenen Kollegen. Bei Finanz- und Versicherungsprodukten ist eine Sachkundeprüfung nach Gewerbeordnung nötig, bei Energieprodukten gelten strenge Dokumentationspflichten. Ein Führerschein Klasse B ist praktisch überall Voraussetzung.

Was der Beruf verlangt

Der Direktvertrieb ist der härteste Zweig des Außendienstes. Die Absagequote ist hoch, ein Großteil der Gespräche endet ohne Abschluss, und das Einkommen hängt oft überwiegend an der Provision. Die Fluktuation ist entsprechend groß; viele hören im ersten Jahr auf. Wer bleibt, verdient häufig deutlich mehr als im festbezahlten Innendienst.

Dazu kommen Randzeiten und Samstagstermine, viel Fahrzeit, Arbeit bei jedem Wetter und der Umgang mit Misstrauen an der Tür. Ein Teil der Anbieter arbeitet mit Handelsvertretern auf Selbstständigenbasis nach Paragraf 84 HGB, ohne Urlaubsanspruch und ohne Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Diesen Unterschied sollte man vor Vertragsschluss klären. Serös arbeitende Häuser erkennt man an nachvollziehbarer Provisionsregelung, Storno-Transparenz und einer Grundabsicherung in der Anlaufzeit.

Aussichten

Nachfrage besteht dauerhaft, weil der Bedarf an Vertriebskraft im Direktgeschäft hoch und die Verweildauer kurz ist. Einstiegsmöglichkeiten finden sich fast jederzeit, auch ohne Abschluss und mit Lücken im Lebenslauf. Wer stabile Zahlen liefert, kann zum Teamleiter, Vertriebs- oder Regionalleiter aufsteigen, in den Key-Account-Bereich mit größeren Gewerbekunden wechseln oder als selbstständige Vertriebsagentur mit eigener Mannschaft arbeiten. Der Wechsel in einen klassischen Außendienst mit Bestandskunden und höherem Fixum gelingt mit belegbaren Abschlusszahlen gut.

Aufgaben

  • Termine und Routen im zugeteilten Gebiet planen
  • Neukunden direkt vor Ort ansprechen und Bedarf ermitteln
  • Produkte und Lösungen beim Kunden vorführen
  • Preise kalkulieren und Verträge am Ort abschließen
  • Bestandskunden nachfassen und Empfehlungen einholen
  • Abschlüsse und Widerrufsfristen im CRM dokumentieren
  • Stornos bearbeiten und Reklamationen aufnehmen
  • neue Kollegen im Tandem einarbeiten

Voraussetzungen

  • Führerschein Klasse B, meist eigene Reisebereitschaft im Gebiet
  • sicheres Auftreten und Belastbarkeit bei häufigen Absagen
  • verhandlungssicheres Deutsch
  • Bereitschaft zu Abend- und Samstagsterminen
  • bei Finanz- und Versicherungsprodukten Sachkundeprüfung nach GewO
  • kaufmännische Ausbildung von Vorteil, Quereinstieg üblich

Wo man arbeitet

  • Direktvertriebsorganisationen und Vertriebsagenturen
  • Energie- und Telekommunikationsanbieter
  • Hersteller von Bauelementen, Photovoltaik und Haushaltsprodukten
  • Finanz- und Versicherungsvertriebe
  • Anbieter von Werbe- und Softwarelösungen für Kleingewerbe

Der Weg in den Beruf

Ein geregelter Ausbildungsberuf existiert nicht. Üblich ist eine dreijährige kaufmännische Ausbildung oder der direkte Quereinstieg mit betrieblicher Einarbeitung von einigen Wochen aus Produktschulung und Begleitung im Feld. Berufsbegleitend möglich sind IHK-Abschlüsse wie Fachwirt für Vertrieb im Einzelhandel oder geprüfter Verkaufsleiter.

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Monatsbrutto
3.800 – 11.000 €

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