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Vertrieb & Verkauf allgemein

Trainee Vertrieb

Ein Vertriebstrainee lernt in 12 bis 24 Monaten die Verkaufsorganisation eines Unternehmens kennen – meist mit Stationen im Innendienst, im Außendienst und im Marketing. Das Ziel ist eine feste Rolle als Account Manager, Gebietsverkaufsleiter oder Produktspezialist.

3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Trainee Vertrieb verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.000 € 3.600 € 4.400 € 43.200 €
Mit Berufserfahrung 3.800 € 4.600 € 5.800 € 55.200 €
Mit langjähriger Erfahrung 4.800 € 6.000 € 8.000 € 72.000 €

Während des Programms ist das Gehalt meist zu 90 bis 100 Prozent fest, eine Provision kommt erst mit eigener Umsatzverantwortung dazu. Die Höhe hängt stark von Branche und Unternehmensgröße ab: Konzerne in Pharma, IT und Automotive zahlen deutlich über kleineren Handels- und Dienstleistungsbetrieben, tarifgebundene Programme in der Metall- und Elektroindustrie orientieren sich am IG-Metall-Tarif. Die Werte für erfahren und senior beziehen sich auf die Anschlussrollen nach dem Programm bei üblicher Zielerreichung.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Trainee im Vertrieb?

Ein Trainee-Programm im Vertrieb ist kein eigenständiger Beruf, sondern ein befristeter Einstiegsweg in eine Verkaufsorganisation. Üblich sind Stationen von je zwei bis sechs Monaten: Vertriebsinnendienst, wo Angebote kalkuliert, Aufträge erfasst und Kundenanfragen bearbeitet werden; Begleitung eines Außendienstmitarbeiters im Gebiet, zunächst als Beifahrer, später mit eigenen Terminen; oft eine Station im Produktmanagement, Marketing, Key Account oder im Customer Service. In Konzernen kommt eine Auslandsstation oder ein Einsatz in einer Landesgesellschaft dazu.

Die Arbeit bestezu einem großen Teil aus Zuarbeit: Auswertungen aus dem CRM ziehen, Kundenlisten aufbereiten, Wettbewerbsbeobachtung, Vorbereitung von Jahresgesprächen, Messebetreuung. Parallel läuft in der Regel ein Projekt mit eigener Verantwortung, das am Ende vor der Vertriebsleitung präsentiert wird. In der zweiten Programmhälfte übernehmen viele Trainees ein kleines eigenes Kundensegment oder ein Vertretungsgebiet und arbeiten dann bereits mit eigenen Zielen. Ob die Rolle Neukunden gewinnt oder Bestandskunden betreut, hängt von der Station ab – beides kommt vor, geführt wird nicht.

Wie wird man Trainee im Vertrieb?

Der klassische Weg ist ein abgeschlossenes Studium in Betriebswirtschaft, Wirtschaftsingenieurwesen, Wirtschaftsinformatik oder einem für die Branche passenden Fach – bei technischen Produkten häufig Maschinenbau, Elektrotechnik oder Chemie. Viele Programme nehmen auch Bewerber mit kaufmännischer Ausbildung und Weiterbildung zum Fachwirt oder Betriebswirt, vor allem im Handel, in der Konsumgüterbranche und bei Dienstleistern. Erste Praktika oder Werkstudententätigkeiten im Verkauf zählen mehr als die Abschlussnote. Der Auswahlprozess umfasst meist ein Telefoninterview, ein Assessment Center mit Verkaufsgespräch und Fallstudie sowie ein Gespräch mit der Vertriebsleitung.

Quereinsteiger aus Handel, Handwerk oder Gastronomie haben dann Chancen, wenn sie Kundenkontakt und Abschlusserfahrung nachweisen können; einige Unternehmen führen eigene Programme für Berufserfahrene ohne Studium.

Was der Beruf verlangt

Die Bezahlung liegt in der Programmzeit unter dem, was eine direkt eingestiegene Vertriebskraft im Ziel verdient – dafür gibt es strukturierte Einarbeitung. Wer wechselnde Standorte, häufigen Rollenwechsel und ständiges Neuanfangen schwer erträgt, tut sich mit einem Trainee-Programm keinen Gefallen. Reisetage im Außendiensteinsatz, Übernachtungen, Messewochenenden und Umzüge zwischen Stationen sind eingeplant. Ein Führerschein ist praktisch immer Bedingung.

Hinzu kommt Unsicherheit: Nicht jedes Programm endet mit einer Übernahme in der gewünschten Position, und in manchen Unternehmen ist die Anschlussstelle erst gegen Programmende definiert. Wer als Trainee bereits Umsatzverantwortung übernimmt, arbeitet unter denselben Zielen wie die Kollegen, ohne deren Erfahrung. Belastbar zu sein und Kritik in Verkaufsgesprächen einordnen zu können, ist wichtiger als Fachwissen.

Aussichten

Die Nachfrage nach Vertriebsnachwuchs ist stabil bis hoch, weil viele Organisationen Nachwuchsprobleme im Außendienst haben. Die Übernahmequoten nach Programmende liegen in etablierten Programmen hoch. Typische Anschlussrollen sind Gebietsverkaufsleiter, Account Manager, Vertriebsingenieur oder Junior Key Account Manager. Von dort führen die Wege in Key Account Management, Vertriebsleitung oder in angrenzende Funktionen wie Produktmanagement und Sales Excellence. Der Gehaltssprung kommt meist erst mit der ersten eigenen Umsatzverantwortung.

Aufgaben

  • Stationen in Innendienst, Außendienst, Marketing und Service durchlaufen
  • Angebote kalkulieren und Aufträge im ERP-System bearbeiten
  • Außendienstmitarbeiter zu Kundenterminen begleiten und später eigene Termine führen
  • Auswertungen und Kundenanalysen aus dem CRM erstellen
  • ein eigenes Projekt bearbeiten und vor der Vertriebsleitung präsentieren
  • Messen und Kundenveranstaltungen mitbetreuen
  • gegen Programmende ein kleines Kundensegment oder Vertretungsgebiet übernehmen

Voraussetzungen

  • abgeschlossenes Studium oder kaufmännische Ausbildung mit Zusatzqualifikation
  • Führerschein Klasse B und Bereitschaft zu Reisen und Standortwechseln
  • sicheres Auftreten im Kundengespräch und Freude am Verkaufen
  • gutes Englisch, in international tätigen Unternehmen Bedingung
  • Umgang mit Excel, CRM- und ERP-Systemen
  • Belastbarkeit und Bereitschaft, alle zwei bis sechs Monate neu anzufangen

Wo man arbeitet

  • Industrieunternehmen mit eigener Vertriebsorganisation
  • Konsumgüterhersteller und Markenartikler
  • Großhandel und technischer Handel
  • IT- und Softwareunternehmen
  • Banken, Versicherungen und Dienstleister
  • Pharma- und Medizintechnikunternehmen

Der Weg in den Beruf

Üblich ist ein Bachelor- oder Masterstudium mit wirtschaftlichem oder technischem Schwerpunkt und ein Auswahlverfahren mit Assessment Center. Das Programm selbst dauert 12 bis 24 Monate und endet mit einem befristeten Vertrag, der bei Übernahme in eine feste Vertriebsrolle mündet. Alternativ führen kaufmännische Ausbildung plus Fachwirt oder mehrjährige Verkaufserfahrung in Programme für Berufserfahrene.

Offene Stellen als Trainee Vertrieb

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Gebietsverkaufsleiter tragen die Umsatzverantwortung für eine Vertriebsregion und führen dort in der Regel ein Team von Außendienstmitarbeitern oder Handelsvertretern. Sie arbeiten überwiegend im Feld, bei Kunden und mit den eigenen Leuten.

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3.800 – 9.500 €

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