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Einzelhandel & Filiale

Verkäufer / Aushilfe

Verkäufer und Aushilfen bedienen Kunden im Laden, kassieren, füllen Regale und halten die Fläche in Ordnung. Es ist der klassische Einstieg in den Handel – oft in Teilzeit, mit Spät- und Samstagsdiensten.

30 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Verkäufer / Aushilfe verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.100 € 2.300 € 2.600 € 27.600 €
Mit Berufserfahrung 2.350 € 2.650 € 2.950 € 31.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.600 € 2.900 € 3.300 € 34.800 €

Maßgeblich ist der Tarifvertrag für den Einzelhandel des jeweiligen Bundeslandes; tarifgebundene Betriebe zahlen deutlich verlässlicher als nicht gebundene, die oft nahe am gesetzlichen Mindestlohn liegen. Das Entgelt ist praktisch vollständig fest, Provisionen sind unüblich – Zuschläge für Spät-, Samstags- und Sonntagsarbeit sowie Urlaubs- und Weihnachtsgeld kommen tariflich hinzu, viele Stellen sind zudem Teilzeit, sodass die tatsächliche Auszahlung entsprechend niedriger ausfällt.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Verkäufer oder eine Aushilfe im Einzelhandel?

Die Arbeit findet auf der Fläche statt, direkt beim Kunden. Verkäufer beraten zu Waren, nennen Preise und Unterschiede zwischen Produkten, suchen im Lager nach Größen und Varianten und begleiten den Kauf bis zur Kasse. Dazu kommt alles, was den Laden verkaufsfähig hält: Ware annehmen und auspacken, Regale auffüllen, Preise auszeichnen, abgelaufene oder beschädigte Artikel aussortieren, Umkleiden aufräumen, Retouren bearbeiten. An der Kasse wird abgerechnet, storniert, Pfand angenommen und Kartenzahlung abgewickelt.

Der Beruf betreut bestehende Laufkundschaft, er gewinnt keine Kunden aktiv. Verkauft wird trotzdem: durch Ansprache, Zusatzangebote, Umtauschgespräche und die Frage nach der Kundenkarte. In vielen Ketten gibt es Vorgaben zu Kundenkarten, Serviceverträgen oder Bonhöhe, die pro Filiale ausgewertet werden. Aushilfen übernehmen häufig Kasse, Regalpflege und Spätdienste, erfahrene Verkäufer zusätzlich Warenbestellung, Inventurvorbereitung oder die Einarbeitung neuer Kollegen. Führungsaufgaben gehören nicht dazu, die Schichtverantwortung kann aber übertragen werden.

Wie wird man Verkäufer oder Aushilfe?

Für Aushilfstätigkeiten braucht es formal keine Ausbildung. Eingestellt wird nach Verfügbarkeit, Auftreten und Zuverlässigkeit, eingearbeitet wird im Betrieb innerhalb weniger Tage. Der geordnete Weg ist die zweijährige duale Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel im ersten Schritt "Verkäufer", die mit einem anerkannten Abschluss endet und um ein drittes Jahr zum Kaufmann im Einzelhandel verlängert werden kann. Zugang gibt es praktisch mit jedem Schulabschluss.

Quereinstieg ist in diesem Feld die Regel, nicht die Ausnahme. Wer aus Gastronomie, Pflege oder Handwerk kommt, bringt Schichterfahrung und Kundenkontakt mit und wird häufig ohne Umschulung übernommen. Warenkenntnis in Sortimenten wie Bau, Elektronik oder Sport erhöht die Chancen deutlich, bei Lebensmitteln ist die Erstbelehrung nach Infektionsschutzgesetz nötig.

Was der Beruf verlangt

Die Belastung ist körperlich und zeitlich. Gearbeitet wird überwiegend stehend, mit Heben und Tragen von Kartons und Getränkekisten, in Kühlbereichen oder auf großen Flächen mit langen Wegen. Die Öffnungszeiten bestimmen den Dienstplan: Frühdienste ab dem Morgen, Spätdienste bis in den Abend, Samstage regelmäßig, in Bahnhöfen und Flughäfen auch Sonntage. Dienstpläne kommen teilweise kurzfristig, Teilzeit mit geteilten Diensten ist verbreitet.

Dazu kommt der Umgang mit Kunden, die es eilig haben, sich beschweren oder aggressiv werden, sowie Diebstahl und Kassendifferenzen, für die Rechenschaft verlangt wird. Personalknappheit führt oft dazu, dass Beratung, Kasse und Warenpflege gleichzeitig anfallen. Die Fluktuation ist hoch, besonders bei Aushilfen, und die Bezahlung liegt am unteren Ende des Arbeitsmarkts.

Aussichten

Der Bedarf ist dauerhaft groß, weil viele Betriebe Stellen nicht besetzt bekommen. Wer bleibt, hat gute Chancen auf einen festen Vertrag, mehr Stunden und Verantwortung. Übliche Wege führen über den stellvertretenden Filialleiter zum Filialleiter, in den Bereich Warensteuerung oder in eine Spezialisierung als Fachverkäufer für beratungsintensive Sortimente. Wer den Kundenkontakt mag, aber die Fläche verlassen will, wechselt häufig in den Vertriebsinnendienst, in den Außendienst eines Lieferanten oder in die Bezirksbetreuung. Der Abschluss als Handelsfachwirt öffnet Führungspositionen im mittleren Management.

Aufgaben

  • Kunden auf der Fläche ansprechen und zu Produkten beraten
  • Kasse bedienen, abrechnen und Kartenzahlungen abwickeln
  • Ware annehmen, auspacken, einsortieren und auszeichnen
  • Regale auffüllen, Ordnung und Sauberkeit auf der Fläche halten
  • Umtausch, Reklamationen und Retouren bearbeiten
  • Kundenkarten, Zusatzartikel und Aktionen aktiv anbieten
  • Bei Inventuren zählen und Bestände prüfen

Voraussetzungen

  • Kein bestimmter Abschluss zwingend, für die Ausbildung genügt ein Hauptschulabschluss
  • Bereitschaft zu Spät-, Samstags- und teils Sonntagsdiensten
  • Körperliche Belastbarkeit: langes Stehen, Heben und Tragen
  • Freundliches, ruhiges Auftreten auch bei Beschwerden
  • Sicherer Umgang mit Zahlen und Kassensystemen
  • Gute Deutschkenntnisse für die Kundenberatung
  • Erstbelehrung nach Infektionsschutzgesetz bei Lebensmitteln

Wo man arbeitet

  • Filialen von Supermärkten und Discountern
  • Bekleidungs- und Modegeschäfte
  • Bau-, Garten- und Elektronikfachmärkte
  • Drogerie- und Apothekenketten
  • Tankstellen-, Bahnhofs- und Flughafenshops
  • Inhabergeführte Fachgeschäfte

Der Weg in den Beruf

Der geordnete Weg ist die zweijährige duale Ausbildung zum Verkäufer, die mit einer Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer endet. Sie lässt sich um ein drittes Jahr zum Kaufmann im Einzelhandel verlängern. Aushilfstätigkeiten sind auch ohne Ausbildung möglich, die Einarbeitung erfolgt dann im Betrieb.

Offene Stellen als Verkäufer / Aushilfe

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