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Einzelhandel & Filiale

Verkäufer / Fachberater

Verkäufer und Fachberater beraten Kunden auf der Verkaufsfläche, verkaufen Waren aus dem Sortiment und halten den Bereich in Ordnung. Die Arbeit findet am Point of Sale statt, mit Laufkundschaft statt eigenem Kundenstamm.

29 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Verkäufer / Fachberater verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.100 € 2.350 € 2.650 € 28.200 €
Mit Berufserfahrung 2.400 € 2.700 € 3.100 € 32.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.700 € 3.050 € 3.600 € 36.600 €

In tarifgebundenen Häusern richtet sich die Bezahlung nach dem regionalen Gehaltstarifvertrag für den Einzelhandel, die Spanne ist dort eng und der Aufstieg an Berufsjahre gekoppelt. Außerhalb des Tarifs, etwa in kleinen Fachgeschäften, liegen die Werte häufig am unteren Rand; Prämien für Umsatz oder Zusatzverkäufe machen meist nur einen kleinen Teil aus, in beratungsintensiven Sortimenten wie Küchen, Möbeln oder Optik kann der Provisionsanteil aber ein Viertel und mehr erreichen.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Verkäufer / Fachberater?

Verkäufer und Fachberater arbeiten dort, wo der Kunde von selbst hereinkommt. Sie sprechen Besucher auf der Fläche an, klären den Bedarf, erklären Unterschiede zwischen Produkten und schließen den Verkauf ab. Je nach Sortiment reicht das von einem kurzen Hinweis im Lebensmittelmarkt bis zum vierzigminütigen Beratungsgespräch über eine Küche, ein Fahrrad oder ein Hörgerät. Fachberater bringen dabei Produktwissen mit, das über die Verpackungsangaben hinausgeht.

Neben dem Verkauf gehört die Fläche selbst zur Aufgabe: Ware annehmen, auspacken, einsortieren, Preise auszeichnen, Regale auffüllen, Aktionsware aufbauen. Dazu Kassieren, Umtausch und Reklamationen abwickeln, Bestände prüfen und Nachbestellungen anstoßen. Die Rolle betreut keine festen Kunden und gewinnt keine neuen im klassischen Sinn - sie arbeitet mit dem, was durch die Tür kommt, und entscheidet über Bonhöhe und Wiederkehr. Führungsaufgaben gibt es in der Regel nicht, erfahrene Kräfte übernehmen aber häufig einen Warenbereich oder die Einarbeitung neuer Kollegen.

Wie wird man Verkäufer / Fachberater?

Der klassische Weg ist die zweijährige Ausbildung zum Verkäufer, die sich um ein Jahr zum Kaufmann im Einzelhandel verlängern lässt. Zugang haben Bewerber mit Hauptschulabschluss, in beratungsintensiven Sortimenten wird häufiger ein mittlerer Abschluss erwartet. Der Beruf ist außerdem einer der offensten für Quereinsteiger: Viele Häuser stellen ohne einschlägige Ausbildung ein und schulen intern, besonders in Mode, Elektronik, Baumarkt und Lebensmittel. Wer aus Gastronomie, Pflege oder Handwerk kommt, bringt oft genau das mit, was zählt - Umgang mit Menschen und Belastbarkeit im Schichtbetrieb. In technischen oder gesundheitsnahen Sortimenten führen Herkunftsberufe direkt zum Fachberater, etwa Zweiradmechaniker in den Fahrradhandel.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit findet im Stehen und Gehen statt, über die gesamte Schicht, dazu kommt Heben und Tragen beim Warenverräumen. Öffnungszeiten bestimmen den Dienstplan: Spätdienste, Samstage, verkaufsoffene Sonntage, in der Vorweihnachtszeit Vollauslastung ohne Urlaubsmöglichkeit. Teilzeit ist verbreitet, oft nicht aus freier Wahl. Kundenkontakt ist nicht immer angenehm; Reklamationen, Ungeduld und gelegentlich offene Aggression gehören dazu und müssen freundlich abgefangen werden. Umsatz- und Zusatzverkaufsziele werden in vielen Ketten pro Fläche oder pro Person ausgewertet, mit entsprechendem Druck. Die Fluktuation ist hoch, gerade im ersten Jahr.

Aussichten

Der Bedarf an Verkaufspersonal bleibt hoch, die Zahl der Bewerber sinkt - offene Stellen gibt es in nahezu jeder Region. Gleichzeitig verschieben Onlinehandel und Selbstbedienungskassen die Anforderungen: Wo nur kassiert und verräumt wird, fallen Stellen weg, wo beraten wird, sind sie schwer zu besetzen. Wer sich in ein erklärungsbedürftiges Sortiment einarbeitet, steht deutlich stabiler. Entwicklungswege führen über die Verantwortung für einen Warenbereich zur Substitutenstelle, zur Filialleitung oder über den Handelsfachwirt in Einkauf und Zentralfunktionen. Auch der Wechsel in den Außendienst eines Herstellers ist ein üblicher Schritt, weil Flächenerfahrung dort geschätzt wird.

Aufgaben

  • Kunden auf der Fläche ansprechen und Bedarf klären
  • Produkte vergleichen, erklären und Verkaufsgespräche abschließen
  • Zusatz- und Ergänzungsartikel anbieten
  • Kassieren, Umtausch und Reklamationen bearbeiten
  • Ware annehmen, auszeichnen und in die Regale einsortieren
  • Aktionsflächen und Warenpräsentation aufbauen
  • Bestände kontrollieren und Nachbestellungen melden
  • Inventuren vorbereiten und mitzählen

Voraussetzungen

  • Ausbildung zum Verkäufer oder Kaufmann im Einzelhandel, alternativ Quereinstieg mit interner Schulung
  • Sicheres Deutsch im Kundengespräch
  • Produktwissen im jeweiligen Sortiment, meist im Betrieb erworben
  • Bereitschaft zu Spätdiensten, Samstagsarbeit und Schichtplänen
  • Körperliche Belastbarkeit für Stehen, Gehen sowie Heben und Tragen
  • Freundlichkeit auch bei Beschwerden und hohem Kundenaufkommen
  • Bei Lebensmitteln Belehrung nach Infektionsschutzgesetz

Wo man arbeitet

  • Filialen von Einzelhandelsketten
  • Fachmärkte für Bau, Garten, Elektronik oder Sport
  • Warenhäuser und Shoppingcenter
  • Inhabergeführte Fachgeschäfte
  • Lebensmittel- und Discountmärkte
  • Werksverkauf und Outlets

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die zweijährige duale Ausbildung zum Verkäufer mit Abschluss vor der Industrie- und Handelskammer. Wer ein drittes Jahr anschließt, erreicht den Abschluss als Kaufmann im Einzelhandel und damit bessere Aufstiegs- und Gehaltsaussichten. Quereinsteiger werden vielfach direkt eingestellt und über mehrwöchige Produkt- und Kassenschulungen eingearbeitet.

Offene Stellen als Verkäufer / Fachberater

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