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Einzelhandel & Filiale

Verkäufer für die Neueröffnung

Verkäufer für die Neueröffnung richten neue Filialen ein und betreuen die Kundschaft in den ersten Wochen nach der Eröffnung. Die Rolle arbeitet auf der Fläche, verkauft an Laufkundschaft und ist häufig befristet oder mit Einsätzen an wechselnden Standorten verbunden.

8 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Verkäufer für die Neueröffnung verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.100 € 2.350 € 2.600 € 28.200 €
Mit Berufserfahrung 2.400 € 2.700 € 3.000 € 32.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.700 € 3.000 € 3.500 € 36.000 €

Das Gehalt ist überwiegend fest; Provision spielt im Einzelhandel kaum eine Rolle, allenfalls kleine Prämien auf Kundenkarten oder Zusatzverkäufe. Ausschlaggebend sind die Tarifbindung nach dem Gehaltstarifvertrag Einzelhandel des jeweiligen Bundeslandes, die Region und Zuschläge für Spät-, Nacht- und Sonntagsarbeit während der Aufbauphase; nicht tarifgebundene Discounter und Filialisten zahlen teils darüber, befristete Eröffnungsverträge häufig am unteren Rand.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Verkäufer für die Neueröffnung?

Eine Filialneueröffnung läuft in zwei Phasen, und beide gehören zu diesem Beruf. Vor dem ersten Verkaufstag wird die Fläche bestückt: Ware annehmen, auspacken, nach Planogramm einsortieren, Preise und Etiketten kontrollieren, Kassensystem und Warenwirtschaft testen, Dekoration und Beschilderung anbringen. In dieser Zeit gibt es keine Kunden, dafür Termindruck, weil der Eröffnungstag feststeht und nicht verschoben wird.

Ab der Eröffnung dreht sich die Arbeit. Dann geht es um Kundenansprache auf der Fläche, Bedarfsermittlung, Beratung zum Sortiment, Kassiervorgänge, Umtausch und Reklamation sowie darum, Regale bei hohem Andrang nachzuziehen. Eröffnungswochen bringen deutlich mehr Frequenz als der Normalbetrieb, oft begleitet von Aktionspreisen, Gewinnspielen oder Kundenkarten, die aktiv angeboten werden sollen. Die Rolle arbeitet nach innen, also am Standort, und verkauft an neue Kundschaft, die den Laden noch nicht kennt. Führungsaufgaben gehören in der Regel nicht dazu, wohl aber die Einarbeitung neu eingestellter Kollegen, wenn man aus einem erfahrenen Opening-Team kommt.

Wie wird man Verkäufer für die Neueröffnung?

Der klassische Weg ist die zweijährige Ausbildung zum Verkäufer oder die dreijährige zum Kaufmann im Einzelhandel. Für Neueröffnungen stellen viele Ketten jedoch bewusst auch ohne Abschluss ein, weil kurzfristig ganze Teams gebraucht werden. Quereinsteiger aus Gastronomie, Lager, Handwerk oder Pflege haben hier realistische Chancen, wenn sie körperlich belastbar sind und mit Publikum umgehen können. Eingearbeitet wird meist in wenigen Tagen, teils in einer bestehenden Filiale der Kette, teils direkt beim Aufbau. Wer wiederholt bei Openings eingesetzt wird, wächst in Rollen wie Teamleitung Aufbau oder Springer für mehrere Standorte hinein.

Was der Beruf verlangt

Die Aufbauphase ist körperliche Arbeit: heben, tragen, Leitern, lange Zeit im Stehen, häufig Abend- und Nachtschichten, weil die Fläche fertig sein muss. In der Eröffnungswoche folgen volle Samstage, Sonderöffnungszeiten und ein Kundendruck, der über dem Alltag liegt. Viele Stellen sind befristet auf einige Wochen oder Monate, andere verlangen Reisebereitschaft mit Übernachtung, wenn man mit einem Opening-Team von Standort zu Standort zieht. Improvisation gehört dazu, weil Lieferungen zu spät kommen, Warenträger fehlen oder Preise nicht stimmen. Die Fluktuation ist hoch, sowohl weil Verträge auslaufen als auch weil der Rhythmus nicht jedem passt.

Aussichten

Solange Ketten Standorte umbauen, verlagern oder neu eröffnen, wird die Rolle nachgefragt, besonders im Textil-, Drogerie- und Lebensmitteldiscount sowie in Fachmärkten. Wer sich in der Eröffnungsphase bewährt, wird häufig in ein unbefristetes Verhältnis der neuen Filiale übernommen; das ist der übliche Übergang. Danach führen die Wege über Erstkraft und Substitut zur stellvertretenden oder eigenen Filialleitung. Wer die Reisetätigkeit mag, kann in festen Opening-Teams der Expansionsabteilung bleiben, wo Erfahrung mit Planogrammen, Warenwirtschaft und Zeitplanung mehr zählt als Verkaufszahlen.

Aufgaben

  • Warenannahme, Auspacken und Erstbestückung der Verkaufsfläche
  • Regale nach Planogramm einsortieren und Preise auszeichnen
  • Dekoration, Beschilderung und Aktionsflächen aufbauen
  • Kunden in der Eröffnungsphase ansprechen und beraten
  • Kassieren, Umtausch und Reklamationen bearbeiten
  • Ware bei hoher Frequenz nachziehen und Bestände melden
  • Kundenkarten und Aktionsangebote aktiv anbieten
  • Neue Kollegen am Standort einarbeiten

Voraussetzungen

  • Ausbildung im Einzelhandel hilfreich, Quereinstieg üblich
  • Körperliche Belastbarkeit für Heben, Tragen und langes Stehen
  • Bereitschaft zu Abend-, Samstags- und teils Nachtarbeit
  • Freundliches Auftreten bei hohem Kundenandrang
  • Zuverlässigkeit unter festem Eröffnungstermin
  • Reisebereitschaft bei Einsatz in wechselnden Filialen

Wo man arbeitet

  • Filialen von Textil- und Modeketten
  • Drogerie- und Lebensmittelmärkte
  • Bau- und Fachmärkte
  • Elektronik- und Möbelhäuser
  • Expansions- und Opening-Teams von Handelsketten

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die zweijährige Ausbildung zum Verkäufer oder die dreijährige zum Kaufmann im Einzelhandel mit IHK-Abschluss. Für Neueröffnungen stellen Ketten aber regelmäßig auch ohne Abschluss ein und arbeiten in wenigen Tagen ein. Wer die Eröffnungsphase übersteht, wird häufig in die Stammbesetzung der Filiale übernommen.

Offene Stellen als Verkäufer für die Neueröffnung

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