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Kundenservice & Kundenbetreuung

Vermögenskundenberater

Vermögenskundenberater betreuen in Banken und Sparkassen Privatkunden mit größeren Anlagevolumen und beraten sie zu Wertpapieren, Vorsorge, Finanzierungen und Vermögensstruktur. Die Rolle arbeitet überwiegend mit einem festen, zugewiesenen Kundenbestand und baut diesen aus.

14 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Vermögenskundenberater verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.500 € 4.100 € 4.800 € 49.200 €
Mit Berufserfahrung 4.300 € 5.100 € 6.200 € 61.200 €
Mit langjähriger Erfahrung 5.200 € 6.300 € 8.500 € 75.600 €

Bei Sparkassen und Genossenschaftsbanken gelten der TVöD-S beziehungsweise der Tarifvertrag für die Volks- und Raiffeisenbanken, bei privaten Instituten der Tarifvertrag für das private Bankgewerbe; die Spanne ist dort entsprechend eng. Das Fixum liegt in diesem Beruf üblicherweise bei 85 bis 95 Prozent, die variable Komponente wird über Zielerreichung im Segment ausgeschüttet. Entscheidend für die Höhe sind Institutsgröße, das betreute Vermögensvolumen und die Region.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Vermögenskundenberater?

Vermögenskundenberater betreuen einen zugeteilten Bestand von Privatkunden, deren Anlagevolumen über dem des Standardgeschäfts liegt, in der Regel im mittleren fünf- bis sechsstelligen Bereich. Die Grenze zum Private Banking zieht jedes Haus anders. Der Alltag besteht aus Beratungsgesprächen zu Depots, Fonds, Versicherungslösungen, Altersvorsorge, Baufinanzierungen und Kontomodellen, aus der Vor- und Nachbereitung dieser Termine und aus der Dokumentation, die das Wertpapierhandelsgesetz und die MiFID-Vorgaben verlangen.

Die Tätigkeit ist Bestandsbetreuung mit Ausbauauftrag. Neue Kunden kommen meist über Empfehlungen, über Übergaben aus dem Privatkundensegment oder über Erbfälle und Immobilienverkäufe, bei denen Liquidität frei wird. Kalte Neukundenansprache gehört selten dazu, dafür sehr wohl die systematische Aktivierung des eigenen Bestands: Wer seit zwei Jahren nicht in der Filiale war, wird angerufen. Dazu kommen Marktbeobachtung, Reaktion auf Kursbewegungen und Gespräche, in denen Kunden nach Verlusten Erklärungen erwarten. Geführt wird in dieser Rolle nicht; die Weisung kommt von der Vertriebsleitung des Segments.

Wie wird man Vermögenskundenberater?

Der klassische Weg führt über die Ausbildung zum Bankkaufmann, einige Jahre in der Privatkundenberatung und dann den Aufstieg in das Vermögenskundensegment. Häufig verlangt wird zusätzlich der Bankfachwirt oder Bankbetriebswirt, alternativ ein Studium in Betriebswirtschaft oder Finance. Wer Wertpapierberatung macht, muss die Sachkundeanforderungen der Wertpapierhandels-Mitarbeiteranzeigenverordnung erfüllen und wird bei der BaFin gemeldet; für Immobilienfinanzierungen kommt die Sachkunde nach Gewerbeordnung dazu. Quereinstieg von außen ist selten und praktisch nur aus dem Versicherungsvertrieb oder von freien Finanzdienstleistern möglich, und auch dann muss die fehlende Sachkunde nachgeholt werden.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeitszeiten sind vergleichsweise geregelt, Termine am frühen Abend sind üblich, Wochenendarbeit ist die Ausnahme. Belastend ist anderes: Die Vertriebsziele sind auf Produktgruppen heruntergebrochen und werden monatlich nachgehalten. Gleichzeitig steht die Beratung unter voller Dokumentationspflicht, was jedes Gespräch verlängert. Der Zielkonflikt zwischen Abschlussdruck und kundengerechter Empfehlung ist real und muss ausgehalten werden. Dazu kommt die Verantwortung für Vermögen, das für die Kunden oft die Lebensleistung darstellt, und die Notwendigkeit, in schlechten Marktphasen präsent zu bleiben statt Anrufe zu vermeiden. Fachlich ist die Materie fortlaufend im Wandel, Weiterbildung ist Pflicht, nicht Option.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil. Filialen werden geschlossen, aber gerade das Vermögenskundengeschäft gilt als beratungsintensiv und wird bewusst gehalten, weil es Erträge bringt. Der Altersabgang in den Banken und Sparkassen ist hoch, qualifizierte Berater mit Sachkunde und eigenem Kundenzugang sind gesucht. Entwicklungswege führen in das Private Banking oder Wealth Management, in die Leitung eines Beratungscenters, in die Spezialisierung auf Stiftungen, Firmeninhaber oder Vermögensnachfolge oder in die Selbstständigkeit als Honorarberater.

Aufgaben

  • Beratungsgespräche zu Wertpapieren, Vorsorge und Finanzierungen führen
  • Depots und Anlagestrukturen der zugeteilten Kunden überprüfen
  • Kundenbestand systematisch ansprechen und Termine vereinbaren
  • Beratungsprotokolle und Geeignetheitserklärungen erstellen
  • Anlagevorschläge unter Berücksichtigung von Risikoprofil und Anlagehorizont ausarbeiten
  • Neue Kunden über Empfehlungen und Übergaben aus dem Privatkundengeschäft gewinnen
  • Vertriebsziele je Produktgruppe verfolgen und dokumentieren
  • Marktentwicklungen beobachten und Kunden bei Kursbewegungen informieren

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung als Bankkaufmann oder vergleichbare kaufmännische Qualifikation
  • Sachkundenachweis nach WpHG-Mitarbeiteranzeigenverordnung für die Wertpapierberatung
  • Mehrjährige Erfahrung in der Privatkundenberatung einer Bank oder Sparkasse
  • Weiterbildung zum Bankfachwirt oder Bankbetriebswirt, häufig vorausgesetzt
  • Sicheres Auftreten im Gespräch mit vermögenden Kunden
  • Bereitschaft zu laufender fachlicher Weiterbildung
  • Sorgfalt bei Dokumentation und Einhaltung regulatorischer Vorgaben

Wo man arbeitet

  • Sparkassen und Genossenschaftsbanken
  • Filialen und Beratungscenter privater Geschäftsbanken
  • Direktbanken mit Beratungsteams
  • Vermögensverwaltungen und Finanzdienstleister

Der Weg in den Beruf

Üblich ist die dreijährige duale Ausbildung zum Bankkaufmann, gefolgt von mehreren Jahren in der Privatkundenberatung. Anschließend erfolgt der Wechsel in das Vermögenskundensegment, meist verbunden mit der Weiterbildung zum Bankfachwirt und dem Erwerb der erforderlichen Sachkundenachweise. Alternativ führt ein Bachelorstudium in Betriebswirtschaft oder Finance über ein Traineeprogramm in die Rolle.

Offene Stellen als Vermögenskundenberater

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Finanzberater beraten Privatpersonen und Selbstständige zu Vorsorge, Geldanlage, Baufinanzierung und Absicherung und vermitteln passende Produkte. Der Beruf ist eine Vertriebsrolle mit hohem Anteil an Neukundengewinnung und meist provisionsabhängiger Vergütung.

Offene Stellen
7
Monatsbrutto
2.000 – 11.000 €

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