Vertriebsmitarbeiter Außendienst Neukundenakquise
Vertriebsmitarbeiter im Außendienst mit Schwerpunkt Neukundenakquise gewinnen Kunden, die bisher nicht beim eigenen Unternehmen kaufen. Sie arbeiten im eigenen Gebiet, überwiegend beim Kunden vor Ort, und werden an abgeschlossenen Neuverträgen gemessen.
13 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Vertriebsmitarbeiter Außendienst Neukundenakquise verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.800 € | 3.400 € | 4.200 € | 40.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.600 € | 4.500 € | 5.800 € | 54.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 4.500 € | 5.600 € | 7.500 € | 67.200 € |
Die Werte sind Gesamtgehälter bei üblicher, nicht bei voller Zielerreichung; der feste Anteil liegt in dieser Rolle meist bei 60 bis 80 Prozent, in Telekommunikation, Energie und Finanzvertrieb teils deutlich darunter bis hin zu rein provisionsbasierten Modellen. Entscheidend sind Branche, Produktwert, Gebietsgröße und ob ein Tarifvertrag greift, etwa der Tarifvertrag für den Groß- und Außenhandel oder die Flächentarife der Metall- und Elektroindustrie.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Vertriebsmitarbeiter Außendienst Neukundenakquise?
Die Rolle arbeitet nach außen und ausschließlich am Anfang der Kundenbeziehung. Ausgangspunkt ist ein Gebiet, eine Zielbranche oder eine Liste potenzieller Abnehmer. Daraus entstehen Termine: teils telefonisch vereinbart, teils über Messen, Empfehlungen oder Kaltbesuche. Vor Ort geht es darum, den Bedarf zu verstehen, den bisherigen Lieferanten einzuschätzen, ein Angebot zu platzieren und den Abschluss zu holen.
Zwischen den Terminen liegt Schreibtischarbeit, die oft unterschätzt wird: Angebote kalkulieren, Rahmenbedingungen mit dem Innendienst klären, Besuchsberichte und Verkaufschancen im CRM pflegen, Wiedervorlagen abarbeiten. Wer neue Kunden gewinnt, führt viele Gespräche, die nicht zum Abschluss führen, und muss die aussichtsreichen davon trennen. Ist der erste Auftrag geschrieben, wird der Kunde in vielen Unternehmen an die Bestandsbetreuung oder das Key-Account-Management übergeben; in kleineren Betrieben bleibt er beim Akquisiteur.
Wie wird man Vertriebsmitarbeiter Außendienst Neukundenakquise?
Es gibt keinen vorgeschriebenen Weg. Üblich sind eine kaufmännische Ausbildung, etwa als Kaufmann im Groß- und Außenhandelsmanagement oder Industriekaufmann, ein technischer Berufsabschluss mit anschließender Verkaufserfahrung oder ein Studium in Betriebswirtschaft oder Wirtschaftsingenieurwesen. Bei technisch erklärungsbedürftigen Produkten zählt Produktverständnis oft mehr als der Abschluss.
Quereinstieg ist in diesem Feld verbreiteter als in fast jeder anderen Vertriebsrolle. Wer im Einzelhandel, in der Gastronomie, im Handwerk oder im Innendienst gearbeitet hat und Verkaufsgespräche gewohnt ist, wird eingestellt und in mehreren Wochen auf Produkt, Kalkulation und Gesprächsleitfaden eingearbeitet. In Branchen wie Versicherungen, Telekommunikation, Energie oder Bürotechnik wird gezielt ohne Branchenerfahrung rekrutiert. Ein Führerschein der Klasse B ist praktisch immer Voraussetzung, ein Dienstwagen die Regel.
Was der Beruf verlangt
Die Arbeit steht unter Zieldruck, und dieser Druck ist messbar und monatlich sichtbar: Termine, Angebote, Abschlüsse, Umsatz. Absagen sind der Normalfall, nicht die Ausnahme. Wer Ablehnung persönlich nimmt, hält die Rolle selten lange durch. Die Fluktuation ist in Segmenten mit hohem Provisionsanteil und kurzen Verkaufszyklen hoch.
Dazu kommen Reisezeiten. Je nach Gebietsgröße sind es tägliche Fahrten von mehreren Stunden oder Übernachtungen unter der Woche. Der Arbeitstag beginnt vor dem ersten Termin und endet nicht mit dem letzten, weil Berichte und Angebote abends geschrieben werden. Termine am Rand der Kernarbeitszeit sind häufig, Messewochenenden kommen vor. Verlässlich ist dagegen die Selbstbestimmung der Tagesplanung, was Struktur und Disziplin voraussetzt, weil niemand die Route kontrolliert.
Aussichten
Die Nachfrage ist stabil hoch. Neukundengewinnung lässt sich schlechter automatisieren als Bestandsbetreuung, und Unternehmen mit Wachstumszielen suchen dauerhaft Personal dafür. Gute Akquisiteure sind gesucht und wechseln häufig, oft mit Gehaltssprung.
Entwicklungswege führen in die Betreuung großer Kunden als Key-Account-Manager, in die Gebiets- oder Regionalleitung mit Führungsverantwortung für ein Außendienstteam, in das Business Development mit Verantwortung für neue Märkte oder in den Vertriebsinnendienst mit Steuerungsaufgaben. Wer bleiben will, spezialisiert sich auf ein Segment und übernimmt größere Gebiete oder komplexere Projekte.
Aufgaben
- Potenzielle Kunden im Gebiet recherchieren und qualifizieren
- Termine telefonisch vereinbaren und Besuchsrouten planen
- Erstgespräche vor Ort führen und Bedarf ermitteln
- Angebote kalkulieren und nachverfolgen
- Preise und Konditionen bis zum Abschluss verhandeln
- Verkaufschancen und Besuchsberichte im CRM dokumentieren
- Neukunden an Innendienst oder Bestandsbetreuung übergeben
- Messen und Branchenveranstaltungen zur Kontaktgewinnung nutzen
Voraussetzungen
- Kaufmännische oder technische Ausbildung, alternativ nachweisbare Verkaufserfahrung
- Führerschein Klasse B und Bereitschaft zu hoher Fahrleistung
- Belastbarkeit gegenüber Absagen und Zieldruck
- Selbstorganisation ohne tägliche Anleitung
- Sicheres Auftreten im Gespräch mit Geschäftsführern und Einkäufern
- Grundverständnis für Kalkulation und Vertragsbedingungen
- Sichere Nutzung von CRM-Systemen
Wo man arbeitet
- Industrie- und Handelsunternehmen mit eigenem Außendienst
- Großhandel und technischer Handel
- Dienstleister für Telekommunikation, Energie und IT
- Versicherungen und Finanzdienstleister
- Hersteller erklärungsbedürftiger Investitionsgüter
Der Weg in den Beruf
Üblich ist eine dreijährige kaufmännische Ausbildung, etwa als Kaufmann im Groß- und Außenhandelsmanagement oder Industriekaufmann, gefolgt von ersten Jahren im Innendienst oder Verkauf. Ebenso verbreitet sind ein betriebswirtschaftliches Studium oder der Quereinstieg mit Verkaufserfahrung aus anderen Branchen und mehrwöchiger Einarbeitung im Unternehmen. Aufbauend möglich sind Weiterbildungen zum Fachwirt für Vertrieb oder zum Betriebswirt.
Offene Stellen als Vertriebsmitarbeiter Außendienst Neukundenakquise
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