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Außendienst

Vertriebsmitarbeiter B2B Neukundenvertrieb

Vertriebsmitarbeiter im B2B-Neukundenvertrieb gewinnen im Außendienst Firmenkunden, die bisher nicht beim eigenen Unternehmen kaufen. Die Arbeit besteht aus Akquise, Terminen im Gebiet und dem Abschluss von Erstgeschäften.

10 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Vertriebsmitarbeiter B2B Neukundenvertrieb verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.900 € 3.500 € 4.300 € 42.000 €
Mit Berufserfahrung 3.800 € 4.700 € 6.000 € 56.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 4.800 € 6.000 € 8.500 € 72.000 €

Die Werte entsprechen dem Gesamtgehalt bei üblicher, nicht bei voller Zielerreichung; der feste Anteil liegt im B2B-Neukundenvertrieb meist bei 70 bis 80 Prozent, in einigen Branchen auch nur bei 50 Prozent. Einen Tarifvertrag gibt es in der Regel nicht, entscheidend sind Branche, Produktwert und Größe des Gebiets - IT, Industrietechnik und Medizinprodukte zahlen deutlich über Handel und einfachen Dienstleistungen.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Vertriebsmitarbeiter im B2B-Neukundenvertrieb?

Die Rolle arbeitet nach außen und ausschließlich auf Zuwachs: Es geht darum, Unternehmen als Kunden zu gewinnen, die bisher bei Wettbewerbern kaufen oder das Produkt gar nicht kennen. Ein Arbeitstag beginnt häufig am Schreibtisch oder im Homeoffice mit Recherche und Telefonakquise, danach folgen zwei bis vier Vor-Ort-Termine im zugewiesenen Gebiet. In den Gesprächen geht es um Bedarfsanalyse, Vorführung des Produkts oder der Dienstleistung, Klärung von Mengen, Lieferzeiten und Konditionen. Zwischen den Terminen werden Angebote kalkuliert, Ausschreibungsunterlagen zusammengestellt und Rückrufe abgearbeitet.

Typisch ist die Arbeit an mehreren Entscheidern gleichzeitig: Einkauf, Fachabteilung, Geschäftsführung. Verkaufszyklen von drei bis zwölf Monaten sind bei erklärungsbedürftigen Produkten normal, bei einfachen Verbrauchsgütern geht es schneller. Alles wird im CRM dokumentiert, weil die Pipeline die Grundlage für Forecast und Zielerreichung ist. Gewonnene Kunden werden meist nach einer Anlaufphase an die Bestandsbetreuung oder den Innendienst übergeben, damit die Akquisezeit erhalten bleibt.

Wie wird man Vertriebsmitarbeiter im B2B-Neukundenvertrieb?

Es gibt keinen vorgeschriebenen Weg. Verbreitet sind eine kaufmännische Ausbildung, etwa als Kaufmann im Groß- und Außenhandelsmanagement oder Industriekaufmann, oder bei technischen Produkten eine gewerblich-technische Ausbildung mit anschließender Weiterbildung zum Techniker oder Meister. Ein betriebswirtschaftliches oder technisches Studium ist bei größeren Herstellern häufig, aber selten Bedingung. Der Quereinstieg ist in diesem Beruf breiter möglich als in fast jedem anderen Vertriebsfeld: Wer aus dem Einzelhandel, dem Handwerk, der Gastronomie oder aus dem Innendienst kommt und nachvollziehbar verkauft hat, wird eingeladen. Eingearbeitet wird über Produktschulungen, Mitfahrten mit erfahrenen Kollegen und Zielvorgaben, die in den ersten Monaten meist abgesenkt sind.

Was der Beruf verlangt

Der Beruf lebt von Ablehnung. Die Mehrheit der Kontakte führt zu keinem Geschäft, und wer sich davon persönlich treffen lässt, hält die Tätigkeit nicht lange durch. Die Fluktuation im Neukundenvertrieb ist entsprechend hoch, gerade im ersten Jahr. Dazu kommt Zieldruck: Umsatz, Anzahl Neukunden und Terminquoten werden monatlich oder quartalsweise gemessen, ein variabler Gehaltsanteil hängt daran.

Die Reisezeit ist erheblich. Bei regionalen Gebieten sind Tagesfahrten von 200 bis 400 Kilometern üblich, bei bundesweiten Gebieten kommen ein bis drei Übernachtungen pro Woche dazu. Verwaltungsarbeit fällt abends und am Wochenende an, wenn tagsüber Termine liegen. Verlangt werden Führerschein, Belastbarkeit, Selbstorganisation ohne tägliche Kontrolle und die Fähigkeit, kalt zu telefonieren, auch wenn es unangenehm ist.

Aussichten

Die Nachfrage nach Mitarbeitern, die verlässlich neue Kunden gewinnen, ist konstant hoch und weniger konjunkturabhängig als die Bestandsbetreuung, weil Unternehmen in schwachen Märkten Wachstum zukaufen müssen. Wer Ergebnisse nachweisen kann, wechselt leicht in besser bezahlte Branchen wie IT, Industrietechnik oder Medizinprodukte. Entwicklungswege führen in die Betreuung großer Kunden, in die Gebiets- oder Vertriebsleitung mit Führungsverantwortung oder in den Bereich Key Account. Ein Teil der Erfahrenen wechselt bewusst in Bestandsrollen, weil dort der Druck geringer ist.

Aufgaben

  • Firmenkunden telefonisch und per Mail erstansprechen
  • Termine im zugewiesenen Gebiet planen und wahrnehmen
  • Bedarf ermitteln und Produkte vor Ort vorführen
  • Angebote kalkulieren und nachverfolgen
  • Preis- und Konditionsverhandlungen bis zum Abschluss führen
  • Pipeline und Forecast im CRM pflegen
  • Messen und Branchenveranstaltungen für Kontakte nutzen
  • Neukunden nach der Anlaufphase an Innendienst oder Bestandsbetreuung übergeben

Voraussetzungen

  • Kaufmännische oder technische Ausbildung, alternativ nachweisbare Verkaufserfahrung
  • Führerschein Klasse B und Bereitschaft zu hoher Fahrleistung
  • Belastbarkeit gegenüber Ablehnung und Zieldruck
  • Selbstorganisation und Disziplin bei der Akquise
  • Sicheres Auftreten gegenüber Einkäufern und Geschäftsführern
  • Sicherer Umgang mit CRM-Systemen und Angebotskalkulation
  • Bei internationalen Kunden Englisch in Wort und Schrift

Wo man arbeitet

  • Hersteller von Industrie- und Investitionsgütern
  • Technische Groß- und Fachhändler
  • IT- und Softwareunternehmen
  • Dienstleister für Logistik, Energie und Facility Management
  • Personal- und Finanzdienstleister im Firmenkundengeschäft

Der Weg in den Beruf

Üblich ist eine zwei- bis dreijährige kaufmännische oder technische Ausbildung, häufig als Kaufmann im Groß- und Außenhandelsmanagement oder Industriekaufmann, gefolgt von einer Einarbeitung im Vertrieb. Ein Bachelorstudium in Betriebswirtschaft oder Wirtschaftsingenieurwesen ist bei technisch komplexen Produkten verbreitet. Der Quereinstieg ohne einschlägigen Abschluss ist möglich, wenn Verkaufserfolge belegt werden können.

Offene Stellen als Vertriebsmitarbeiter B2B Neukundenvertrieb

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