Business Development Representative
Business Development Representatives sprechen potenzielle Kunden erstmals an und qualifizieren sie für den Vertrieb. Sie arbeiten überwiegend vom Schreibtisch aus mit Telefon, E-Mail und LinkedIn und übergeben Termine an Account Executives.
4 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Business Development Representative verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.800 € | 3.300 € | 3.900 € | 39.600 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.400 € | 4.100 € | 5.000 € | 49.200 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 4.200 € | 5.000 € | 6.500 € | 60.000 € |
Die Werte entsprechen dem Gesamteinkommen bei üblicher, nicht bei voller Zielerreichung; der feste Anteil liegt in dieser Rolle meist bei 70 bis 80 Prozent. Einen Tarifvertrag gibt es nicht, die Höhe hängt vor allem von der Branche und Finanzierungsphase des Unternehmens ab, von der Region und davon, ob englischsprachige Märkte mitbearbeitet werden.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Business Development Representative?
Der Business Development Representative, kurz BDR, steht am Anfang des Vertriebsprozesses. Seine Aufgabe ist die Neukundenansprache: Er recherchiert Unternehmen, die zum Angebot passen, identifiziert die richtigen Ansprechpartner, nimmt Kontakt auf und prüft im Gespräch, ob überhaupt ein Bedarf besteht. Ergibt sich einer, vereinbart er einen Termin für den zuständigen Account Executive oder Außendienstmitarbeiter und dokumentiert alles, was in dem Erstgespräch zur Sprache kam.
Die Arbeit findet fast vollständig am Schreibtisch statt, im Büro oder remote. Werkzeuge sind Telefon, E-Mail, LinkedIn und ein CRM-System, dazu Sequenz-Tools, die Anrufe und Nachrichten taktweise planen. Ein Arbeitstag besteht typischerweise aus mehreren Blöcken Recherche, einer Reihe von Anrufversuchen, dem Nachfassen bei Kontakten aus den Vortagen und der Pflege der eigenen Pipeline. Abschlüsse gehören in dieser Rolle nicht dazu, wohl aber die Verantwortung dafür, dass genug qualifizierte Gelegenheiten oben in den Vertriebstrichter kommen.
Wie wird man Business Development Representative?
Es gibt keinen vorgeschriebenen Weg. Die Rolle ist in Software- und Technologieunternehmen entstanden und dient dort vielerorts als Einstiegsposition. Viele kommen mit einem Bachelor in Wirtschaft, Kommunikation oder einem fachfremden Fach, andere über eine kaufmännische Ausbildung, etwa als Kaufmann für Groß- und Außenhandelsmanagement oder Büromanagement. Der Quereinstieg ist verbreitet und ausdrücklich gewollt: Wer im Einzelhandel, in der Gastronomie oder im Callcenter gelernt hat, mit Menschen umzugehen und Absagen wegzustecken, bringt das Wesentliche mit. Eingearbeitet wird intern, meist über mehrere Wochen mit Produkttraining, Gesprächsleitfäden und begleitetem Telefonieren.
Was der Beruf verlangt
Die Rolle ist die am klarsten messbare im Vertrieb. Anrufversuche, Gesprächsminuten, gebuchte und tatsächlich stattgefundene Termine werden wöchentlich ausgewertet, oft für alle sichtbar. Wer die Zahl nicht erreicht, merkt das schnell. Dazu kommt eine hohe Ablehnungsquote: Die meisten Angerufenen haben kein Interesse, viele reagieren unfreundlich. Das täglich auszuhalten und trotzdem im nächsten Gespräch aufmerksam zu bleiben, ist die eigentliche Anforderung.
Die Arbeitszeiten sind meist regulär, da Geschäftskunden nur zu Bürozeiten erreichbar sind. Wochenendarbeit ist unüblich, Reisen entfallen fast vollständig. Dafür ist die Tätigkeit repetitiv und die Fluktuation hoch: Viele bleiben nur ein bis zwei Jahre in der Rolle, entweder weil sie aufsteigen oder weil ihnen die Schlagzahl nicht liegt. Sprachliche Sicherheit ist Voraussetzung, in international tätigen Unternehmen auch verhandlungsfähiges Englisch.
Aussichten
Die Nachfrage ist stabil, konzentriert sich aber auf Software-, IT- und Dienstleistungsunternehmen in den größeren Städten. In Phasen zurückhaltender Budgets werden BDR-Teams als erste verkleinert, in Wachstumsphasen als erste ausgebaut. Der übliche Entwicklungsweg führt nach ein bis zwei erfolgreichen Jahren in die Rolle des Account Executive mit eigener Abschlussverantwortung, alternativ in die Teamleitung eines BDR-Teams, ins Sales Enablement oder in den Bereich Revenue Operations. Wer die Kaltakquise beherrscht, hat im weiteren Vertriebsleben ein Fundament, das schwer zu ersetzen ist.
Aufgaben
- Zielunternehmen und passende Ansprechpartner recherchieren
- Erstkontakt per Telefon, E-Mail und LinkedIn aufnehmen
- Bedarf, Budget und Zuständigkeit im Gespräch qualifizieren
- Termine für Account Executives oder den Außendienst vereinbaren
- Kontakte, Gesprächsergebnisse und Folgeaktivitäten im CRM dokumentieren
- Kontaktsequenzen testen und Ansprachetexte anpassen
- Marketing-Leads aus Kampagnen und Messen nachfassen
- Wochenzahlen zu Aktivitäten und Terminen berichten
Voraussetzungen
- Kaufmännische Ausbildung, Studium oder einschlägige Vertriebserfahrung
- Sichere und freundliche Ausdrucksweise am Telefon
- Belastbarkeit gegenüber häufiger Ablehnung
- Selbstorganisation und Disziplin bei gleichförmiger Schlagzahl
- Sicherer Umgang mit CRM-Systemen und digitalen Recherchequellen
- Gutes Englisch in international tätigen Unternehmen
Wo man arbeitet
- Software- und Technologieunternehmen
- B2B-Dienstleister und Agenturen
- Inside-Sales-Teams von Industrieunternehmen
- Externe Vertriebs- und Leadgenerierungsdienstleister
Der Weg in den Beruf
Ein geregelter Ausbildungsberuf existiert nicht. Üblich sind ein Bachelorstudium oder eine kaufmännische Ausbildung von drei Jahren, gefolgt von einer mehrwöchigen internen Einarbeitung mit Produkttraining und begleiteten Gesprächen. Quereinsteiger mit Erfahrung im direkten Kundenkontakt werden in vielen Unternehmen ohne formalen Abschluss eingestellt.
Offene Stellen als Business Development Representative
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- Offene Stellen
- 6
- Monatsbrutto
- 3.600 – 12.000 €
Sales Development Representative
Sales Development Representative (SDR) sprechen potenzielle Kunden aktiv an, qualifizieren Interesse und übergeben belastbare Termine an den Vertrieb. Die Rolle arbeitet vom Innendienst aus, ausschließlich an Neukunden und ohne Abschlussverantwortung.
- Offene Stellen
- 11
- Monatsbrutto
- 2.800 – 6.200 €
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