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Vertrieb & Verkauf allgemein

Vertriebsmitarbeiter / Sales Manager

Vertriebsmitarbeiter und Sales Manager verkaufen Produkte oder Dienstleistungen an Geschäfts- oder Privatkunden, gewinnen neue Kunden und betreuen bestehende. Die Rolle arbeitet je nach Zuschnitt vom Schreibtisch aus, beim Kunden vor Ort oder in beidem gemischt.

4 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Gehalt

Was man als Vertriebsmitarbeiter / Sales Manager verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.700 € 3.200 € 3.900 € 38.400 €
Mit Berufserfahrung 3.400 € 4.200 € 5.300 € 50.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 4.300 € 5.400 € 7.500 € 64.800 €

Die Werte entsprechen dem Gesamteinkommen bei üblicher, nicht bei voller Zielerreichung; der feste Anteil liegt in dieser Rolle meist bei 70 bis 90 Prozent, in Neukundenrollen und im Direktvertrieb deutlich niedriger. Entscheidend sind Branche und Betriebsgröße – Industrie, IT und Pharma zahlen erkennbar über Handel und Dienstleistung –, außerdem, ob ein Bestand übernommen wird oder das Gebiet neu aufgebaut werden muss. Tarifbindung besteht nur in Teilen der Branche, etwa nach den Tarifverträgen der Metall- und Elektroindustrie oder des Groß- und Außenhandels.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Vertriebsmitarbeiter?

Vertriebsmitarbeiter verkaufen. Konkret heißt das: Anfragen bearbeiten, Bedarf ermitteln, Angebote kalkulieren und nachfassen, Preise und Konditionen verhandeln, Aufträge abschließen und die Kundenbeziehung danach weiterführen. Ein Teil der Arbeitszeit geht in die Vorbereitung – Kundenhistorie im CRM prüfen, Verbrauchsdaten ansehen, Wettbewerbspreise recherchieren –, ein anderer in die Nachbereitung: Gesprächsnotizen erfassen, Wiedervorlagen setzen, Reklamationen mit Technik oder Logistik klären.

Die Bezeichnung Sales Manager sagt wenig über den Zuschnitt. Sie kann eine reine Neukundenrolle mit Kaltakquise am Telefon bedeuten, eine Bestandsbetreuung mit festem Kundenkreis, eine Außendienstposition mit eigenem Gebiet oder eine Mischform im Innendienst mit gelegentlichen Kundenbesuchen. Führungsverantwortung ist bei Sales Manager in Deutschland meist nicht enthalten; wer Teams führt, heißt in der Regel Vertriebsleiter oder Head of Sales. Vor einer Bewerbung lohnt die Frage, wie hoch der Anteil an Kaltakquise ist und ob ein Bestand übernommen wird – das entscheidet über den Arbeitsalltag stärker als die Branche.

Wie wird man Vertriebsmitarbeiter?

Es gibt keinen geschützten Zugang. Üblich sind eine kaufmännische Ausbildung, etwa Kaufmann für Groß- und Außenhandelsmanagement, Industriekaufmann oder Kaufmann im Einzelhandel, oder ein Studium in Betriebswirtschaft. In technischen Branchen zählt eine gewerblich-technische Ausbildung mit Produkterfahrung oft mehr als ein Abschluss in Wirtschaft.

Der Quereinstieg ist in kaum einem Feld so verbreitet. Menschen aus Einzelhandel, Gastronomie, Handwerk oder Pflege bringen Kundenkontakt und Belastbarkeit mit und lernen Produkt und Prozess im Betrieb. Viele Unternehmen setzen dafür strukturierte Einarbeitungen, Mitreisen mit erfahrenen Kollegen und Verkaufstrainings an. Wer erklärungsbedürftige Güter verkauft, braucht in der Regel mehrere Monate, bis die eigenen Zahlen tragen.

Was der Beruf verlangt

Die Arbeit steht unter messbarem Zieldruck. Umsatz, Abschlussquote, Anzahl der Termine oder Neukunden werden monatlich ausgewertet, oft in Teamrunden. Wer schwache Monate schlecht wegsteckt, hat es schwer. Absagen gehören zum Normalfall, besonders in der Akquise; Abschlussquoten von einer aus zehn Ansprachen sind in manchen Segmenten üblich.

Die Fluktuation ist hoch, vor allem in provisionsstarken Rollen und im Direktvertrieb. Arbeitszeiten sind im Innendienst meist geregelt, im Außendienst nicht: Fahrzeiten liegen vor und nach den Terminen, Übernachtungen kommen bei großen Gebieten dazu. Angebote und Berichte werden häufig abends geschrieben. Verlangt werden außerdem Ausdauer im Nachfassen, Verlässlichkeit bei Zusagen und die Bereitschaft, Preise zu vertreten, statt Rabatte zu verteilen.

Aussichten

Vertriebsstellen gehören seit Jahren zu den am häufigsten ausgeschriebenen Positionen in Deutschland, quer über Branchen und Betriebsgrößen. Wer Zahlen nachweisen kann, wechselt vergleichsweise leicht und nutzt Wechsel häufig zur Einkommenssteigerung.

Entwicklungswege führen vom Innendienst in den Außendienst, von kleinen zu großen Kunden im Key-Account-Management, in die Vertriebsleitung mit Teamverantwortung oder in angrenzende Funktionen wie Vertriebsinnendienstleitung, Sales Operations und Produktmanagement. Fachlich vertiefen lassen sich Verhandlungsführung, CRM-Arbeit und Branchen-Know-how; formale Weiterbildungen wie Fachwirt oder Betriebswirt sind möglich, wiegen aber weniger als belegbare Ergebnisse.

Aufgaben

  • Neukunden telefonisch, per Mail und über Netzwerke ansprechen
  • Bedarf im Kundengespräch ermitteln und passende Lösungen vorschlagen
  • Angebote kalkulieren, versenden und systematisch nachfassen
  • Preise, Rabatte und Lieferkonditionen verhandeln
  • Bestandskunden betreuen und Zusatzbedarf erkennen
  • Kundendaten, Aktivitäten und Chancen im CRM pflegen
  • Reklamationen aufnehmen und mit Technik, Logistik oder Buchhaltung klären
  • Umsatz- und Aktivitätszahlen berichten und Prognosen abgeben

Voraussetzungen

  • kaufmännische oder technische Ausbildung, ein wirtschaftsnahes Studium oder einschlägige Verkaufserfahrung
  • sicheres Deutsch in Wort und Schrift, in exportierenden Betrieben zusätzlich Englisch
  • Bereitschaft, Absagen und monatlichen Zieldruck auszuhalten
  • Selbstorganisation bei Wiedervorlagen, Angeboten und Terminplanung
  • Grundverständnis für Kalkulation, Marge und Vertragsbedingungen
  • Führerschein Klasse B und Reisebereitschaft bei Außendienstrollen
  • Umgang mit CRM-Systemen und Office-Anwendungen

Wo man arbeitet

  • Industrie- und Produktionsbetriebe
  • Groß- und Fachhandel
  • IT-, Software- und Telekommunikationsunternehmen
  • Dienstleister, etwa Personal, Logistik oder Finanzen
  • Handelsvertretungen und Vertriebsgesellschaften

Der Weg in den Beruf

Der übliche Weg führt über eine dreijährige kaufmännische Ausbildung, etwa als Kaufmann für Groß- und Außenhandelsmanagement oder Industriekaufmann, mit anschließendem Einsatz im Vertriebsinnendienst. Alternativ qualifiziert ein Bachelor in Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Marketing und Vertrieb in drei bis vier Jahren. Der Quereinstieg ohne einschlägigen Abschluss ist verbreitet und läuft über eine mehrmonatige Einarbeitung im Betrieb.

Offene Stellen als Vertriebsmitarbeiter / Sales Manager

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